Notizen aus Wald, Feld und Flur

Dem Wild auf der Spur.

Ein Lesebuch über Witterung, Wechsel und die leisen Zeichen am Wegrand. Gesammelt an Morgen, an denen der Nebel noch zwischen den Stämmen steht.

01

Im Morgennebel

Der erste Schritt vor die Tür entscheidet oft über den ganzen Tag. Wer früh geht, sieht den Wald noch atmen.

02

Fährten lesen

Ein Abdruck im weichen Boden erzählt von Richtung, Tempo und Gewicht. Man muss nur lange genug stehen bleiben.

03

Zwischen den Zeiten

Die beste Stunde liegt selten im Kalender. Sie liegt dort, wo Licht und Wind für einen Moment einig sind.

Vom Lesen der Fährten

Wer den Wald nicht als Kulisse begreift, sondern als Zusammenhang, beginnt anders zu schauen. Der Boden wird zum Papier, der Wind zum Übersetzer.

Wir sammeln Beobachtungen, keine Rekorde. Notiert wird, was bleibt: die Stelle, an der ein Reh über den Graben setzte, der erste Frost in der Senke, das entfernte Rufen über den Feldern.

Alle Wege führen leiser, als man denkt.

Über dieses Heft

Die Wilde Jagd ist ein privates Lesebuch. Es entsteht in kleinen Schritten, meist am Küchentisch, mit kalt gewordenen Händen und einem Stift, der nicht immer schreibt.

Kein Verein, kein Verlag, keine Route für Touristen. Nur Aufzeichnungen aus der Nähe, für alle, die dieselbe Ruhe suchen.

„Der Wald antwortet nicht auf Fragen. Er antwortet auf Anwesenheit.“ Aus einem Notizbuch, November